Bei richtiger Indikationsstellung sind die Erfolgsraten einer ICSI ähnlich den Ergebnissen der IVF-Behandlung. Die früher häufig geäußerte Meinung, dass die Ergebnisse mit ICSI besser seien, konnte sich nicht bestätigen. Insgesamt sind in Deutschland von 1997 bis 2007 111.733 Kinder nach einer IVF oder ICSI-Behandlung zur Welt gekommen.

Die Schwangerschaftsraten nach IVF oder ICSI sind in hohem Maße von der zur Unfruchtbarkeit führenden Störung und vor allem vom Alter der Frau abhängig. (Das männliche Alter ist deutlich weniger wichtig). Sind die behandelten Frauen jünger als 29 Jahre beträgt die durchschnittliche Schwangerschaftsrate bei ICSI und IVF pro erfolgreichen Behandlungszyklus (Follikelpunktion) 33 Prozent. Sind die Frauen zwischen 35 und 39 Jahre alt, sinkt die Erfolgsrate auf 25% bei der ICSI bzw. 26% bei der IVF-Behandlung ab und beträgt bei Frauen über 40 Jahren nur noch 12% bzw. 15% pro Follikelpunktion. (Deutsches IVF-Register).  

Weitere wichtige, individuelle Faktoren stellen sowohl ein deutlich erhöhtes Körpergewicht der Frau als auch das Zigaretten-Rauchen beider Partner dar. So ist die Schwangerschaftsrate rauchender Männer bei IVF oder ICSI Verfahren auf zirka 50% reduziert und zwar unabhängig davon ob auch die Frau raucht oder nicht. Hier können Kinderwunschpaare Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft durch Umstellung der Lebensgewohnheiten verbessern.

Im statistischen Mittel werden die Schwangerschaftsraten mit ca. 25% pro erfolgten Embryotransfer angegeben. Da man damit rechnen muss, dass ca. 20% der Schwangerschaften in einer meist frühen Fehlgeburt enden, liegt die Rate der Frauen, die tatsächlich ein Kind bekommen, bei ca. 20% pro Behandlung mit Embryotransfer.