Die einzige von den Krankenkassen anerkannte Indikation (andere Indikationen nur auf Antrag) für die Durchführung einer ICSI-Behandlung ist eine schwere Störung der männlichen Fruchtbarkeit (Definition siehe hier), nachgewiesen durch zwei aktuelle Spermiogramme im Abstand von mindestens 12 Wochen. 

Liegt eine schwere Störung der männlichen Fruchtbarkeit vor, die eine ICSI notwendig macht, müssen Sie vor Beginn der Behandlung bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse einen Behandlungsplan mit Nennung der vermutlich entstehenden Kosten (Medikamentenkosten, Arzthonorar, Laborkosten) zur Genehmigung einreichen. Ein solcher Behandlungsplan wird Ihnen von den Ärzten der Kinderwunschsprechstunde vorbereitet. Liegen die oben genannten Voraussetzungen sowie weitere sozialrechtliche Voraussetzungen für die Durchführung einer ICSI vor, werden die Kosten für Kinderwunsch-Behandlung mittels IVF oder ICSI bei gesetzlich Versicherten zu fünfzig Prozent von Ihrer zuständigen Krankenkasse übernommen. Die Kostenübernahme ist jedoch auf insgesamt drei Behandlungszyklen begrenzt, auch wenn von IVF zu ICSI gewechselt wird. Die konkret anfallenden Gesamtkosten sind im Einzelfall schwer vorhersagbar, da es nicht zuletzt vor allen von der Art und der Menge der verwendeten Medikamente abhängt, wie hoch Ihr zu leistender Eigenanteil ausfällt.

Keine finanzielle Unterstützung durch die GKV gibt es für Maßnahmen der Gefrierlagerung (befruchtete oder unbefruchtete Eizellen, Samenzellen, Hodengewebe, Embryonen).