03.05.12

Leutheusser-Schnarrenberger auf Besuch am UKL

Die Bundesministerin für Justiz informierte sich über PID

Im Dezember 2011 ist das PräImG in Kraft getreten. Seither warten Patienten und Ärzte auf die Rechtsverordnung durch das Bundesministerium für Gesundheit, die die Abläufe bei der PID regeln soll. Frau Bundesministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) besuchte gemeinsam mit dem Lübecker FDP Kreisvorsitzenden Carsten Stier und seinem Vertreter Gerrit Koch das UKL, um sich über den aktuellen Stand in Sachen Durchführung der PID in Deuschland zu informieren. "Seit Januar 2012 haben wir 51  Anfragen zur PID von Patienten erhalten" berichtete Prof. Dr. Georg Griesinger vom UKL. Und weiter: "Es handelt sich durchgängig um schwere, genetische Erkrankungen, wie z.B. Spinale Muskelatrophie oder Fragiles X-Syndrom". Doch noch fehlt die Rechtsverordnung. "Die Zeit ist ein wichtiger Faktor, da die Patientinnen zum Zeitpunkt der Anfrage zur PID häufig schon älter sind und eine lange Vorgeschichte haben. Jede Verzögerung des Behandlungsbeginns kann die Chance auf ein Kind signifikant senken", so Griesinger. Fazit der Justizministerin: Ich war lange der Meinung, dass das Gesetz zur PID möglichst lose gefasst sein sollte. Nach diesem Nachmittag sehe ich, dass die Rechtsverordnung schnell kommen muss, um die Lage klar zu regeln, damit Sie arbeiten können." Im Anschluss berichtete Hr. Prof. Steinhoff, Leiter des Transplantationszentrums zur Situation der Organspende in Deutschland.

Foto Fr. Leutheusser-Schnarrenberger zu Besuch am UKL